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Honorarberatung vs. Provisionsberatung

Honorarberatung - Honorarberatungsgesetz vom 01.08.2014

Wiesbaden, den 18.01.2014

Das Thema Honorarberatung ist mit Sicherheit auch immer wieder ein Thema für freie Versicherungsmakler.

Unsere Sicht der Dinge und warum sich unser Büro für die klassische Provisionsberatung entschieden hat, wollen wir hier kurz erläutern.


Das Honorarberatungsgesetz, welches zum 01.08.2014 in Kraft trat, regelt im Grundsatz die Vermittlung von Wertpapieren und Vermögensanlagen. Hier kann es durchaus Sinn machen, einem Honorarberater eine (zumeist beachtliche) Vergütung für seine Dienstleistung zu bezahlen.

Nur bewegen wir uns als ungebundener Versicherungsmakler gar nicht in der Anlageberatung, sondern im Bereich von Versicherungsver­gleichen und der damit verbundenen Vermittlung von Versicherungsprodukten. Diese wiederum sind vom Honorarberatungsgesetz ausgenommen, was durchaus Sinn ergibt.

Denn, welches Honorar sollte man denn für eine 25 Euro Glasversicherung oder eine 40 Euro Privathaftpflichtversicherung mit jeweils einjähriger Laufzeit aufrufen? Auch sind provisionsfreie Sachversicherungsprodukte am Markt in geringer Zahl durchaus erhältlich, jedoch zumeist nicht günstiger als die Günstigsten, eine Vermittlungsprovision beinhaltenden Versicherungsprodukte, da es davon eben bedeutend mehr gibt.

Die Provision aus den beiden verprovisionierten Produkten kann und muss ein Honorarberater herausrechnen und seinem  Kunden erstatten. Das leisten wir als Versicherungsmakler nicht und behalten diese.

Im genannten Beispiel würden dies in etwa 5 Euro für die Glasversicherung und 8 Euro für die Haft­pflichtversicherung sein. Spätestens jetzt sollten Sie sich fragen, welcher Honorarberater Ihnen eine Rechnung von nur 13 Euro inklusive Mehrwehrsteuer, für eine zweistündige Beratung stellen würde.

Dieser dürfte de facto sehr schwer (und ich behaupte: vermutlich gar nicht) zu finden sein, und daher sind Honorarberater im Bereich der Versicherungsberatung für Privatkunden nicht wirklich flächendeckend vertreten.

Auf einem Honorarberaterkongress in Mainz, zu dem ich geladen war, hatten mir gleich mehrere Kollegen gesagt, dass sie die Honorarberatung kleiner Kunden nicht interessiere, da dort keine adäquaten Beratungshonorare zu erzielen seien.

Daher bleibe ich Versicherungsmakler und überlasse die Honorarberatung jenen, die sich zu gut für den kleinen Normalkunden sind.


Jürgen Bechstein
freier Versicherungsmakler

 

 

 


 
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